Kolumne: Frühjahrsputz

Kolumne: Frühjahrsputz

Der Winter wandelt sich in den Frühling und wie jedes Jahr aufs Neue ist das ein Symbol für Neubeginn und Neuanfang. Früher als ich noch ein Kind war, in den 80er Jahren, war der Frühjahrsputz für meine Oma der Moment, an dem alle Teppiche ausgeklopft wurden und ihr Sommerhaus unter der Mithilfe der gesamten Familie aus den Winterschlaf geholt wurde.

in freundlicher Kooperation mit Happy Size

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Heute sieht der sogenannte Frühjahrsputz etwas anders aus und es ist sehr schick, den Abschied vom Winter auf mehrere Gebiete des Lebens zu verlagern, als ihn allein nur auf die Wohnung von uns Menschen einzugrenzen. Was ich persönlich noch nie gemacht habe und mir als Bloggerin natürlich auch unfassbar schwer fallen würde, ist das “Digitale Detox“. Sich allem Digitalen zu entziehen, keine Social- Media-Apps mehr für Tage oder Wochen zu nutzen, das ist etwas, was ich persönlich noch nie gemacht habe. Wie sehr wir uns nach diesen Zeiten ohne all das sehnen, zeigt der neue Geschäftszweig, der aus dieser Sehnsucht entstanden ist.

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Es gibt dafür einen eigenen Geschäftszweig für Reisen, Bücher, Coaches und bestimmt auch bald eine App. Den Frühjahrsputz nutzen viele auch als körperliche Reinigung. Das kann der Verzicht auf Dinge sein, die bei jedem eine andere Wertigkeit haben. Oft sind das der Zucker, das Weißmehl oder der Alkohol. Ein Frühjahrsputz kann sich zB auch auf den Kleiderschrank sehr positiv auswirken. Bücher und Seminare bringen uns bei, wie wir als eine Art von seelischem Befreiungsakt uns von unserem Ballast an Kleidern trennen sollen, die wir nicht mehr brauchen.

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Frühjahrsputz ist etwas, das eine tolle Chance bietet, sich einmal im Jahr in vielen Lebenslagen, sinnbildlich gesprochen, zu häuten. Ich freue mich immer sehr auf den Frühjahrsputz als Chance, im Leben Gegenstände schöner zu gestalten. In unserer Zeit sind wir alle eigentlich sehr oft gestresst, überarbeitet, überfordert von den Ansprüchen an uns selber, aber ebenso auch von den Ansprüchen der Gesellschaft an uns.

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Ich bin in der Stadt aufgewachsen und damit den Jahreszeiten nicht so verbunden, wie die Freunde, die auf dem Land oder sogar auf einem Bauernhof groß geworden sind.
Als ich in den 80er Jahren Kind war und in den 90er Jahren als Jugendliche, gab es zunächst noch kein Mobiltelefon. Ich weiß noch, wie herrlich entspannt das eigentlich war.

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Es gab nur das Festnetztelefon und man hat sich entweder telefonisch oder schon beim Treffen fürs nächste Mal verabredet. Anstelle von Emails gab es Briefe, Postkarten oder ein Faxgerät, die fürs Kommunizieren genutzt wurden. Dieses Gefühl von Freiheit und nicht von ständiger Verfügbarkeit, stellt sich aber tatsächlich wieder ein, berichten mir Freunde, die von Digital-Detox-Reisen wieder zurück sind.

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Sich den Kleiderschrank vorzunehmen ist eventuell etwas leichter, als seine persönlichen sozialen Beziehungen einmal unter dem Aspekt von Frühjahrsputz unter die Lupe zu nehmen, Wer tut uns eigentlich gut und wer raubt uns zu viel Energie? Der alljährliche Frühjahrsputz kann auch ein Anlass sein, das eigene Leben auf mehreren Ebenen etwas genauer zu beleuchten.

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Ich bin Freiberuflerin und habe eigentlich immer eine 7-Tage-Woche. Habe ich eventuell darum auch öfters mal mit Migräne zu kämpfen? Das sind Fragen, die man sich zum Frühjahrsputz stellen könnte und auch solche grundlegenden Fragen, wie wir selber unser Leben ausgestalten könnten, eine tolle Möglichkeit sein könnte, bei diesem Frühjahrsputz anzugehen. Natürlich können wir uns dafür Bücher kaufen und Seminare oder teure Reisen buchen.

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Aber warum so kompliziert, wenn die gute alte To-Do-Liste auch immer noch wunderbar funktioniert.

Auf meiner To-Do-Liste für den Frühjahrsputz steht:
1) Im Kleiderschrank wirklich nur noch die Dinge hängen haben, die ich trage oder tragen möchte.
2) Eine 6-Tage-Woche und eine schöne Balance zwischen Arbeit und Privat.
3) In meiner Wohnung ganz klassisch regelmäßig alle üblichen Arbeitsgänge selbst erledigen und bei den Sachen, die nicht der wöchentlichen Reingung unterliegen, überlege ich gerade, mir vielleicht doch ab und an eine Putzhilfe zu leisten.
4) Jedes Jahr nach dem Frühjahrsputz werde ich mir in mehreren großen Weidenkörben Hyazinthen pflanzen. Der Geruch von Frühling und Neuanfang durchströmt dann die ganze Wohnung.

Kolumne: Frühjahrsputz

Outfit detail:
Denim Dress: Happy size
Bilder: Andrea Hufnagel

Was steht auf Eurer imaginären Frühjahrsputzliste?
Ich wünsche Euch einen tollen, freudvollen Start in den Frühling!
Eure Caterina

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